Fauna

Auf Sardinien findet sich eine interessante Fauna, die seltenen Tiere lassen sich am besten in Ihrer natürlichen Umgegung bestaunen, daher wurden auf der Insel viele Naturreservate eingerichtet.

 

In den Bergen findet man vor allem das berühmte sardische Wildschaf, auch Mufflon genannt. Das Symbol der sardischen Tierwelt, ist sehr streng geschützt, und nur noch in den abgelegenen Bergregionen anzutreffen. Ein weiteres wichtiges sardisches Tier ist das Wildschein, dass im Unterholz der Steineichen- und Korkwälder, sowie in der Macchia lebt.

Der vom Aussterben bedrohte sardische Hirsch, der sehr viel kleiner ist als seine europäischen Artgenossen, lebt heutzutage leider nur noch im WWF-Naturschutzgebiet des Monte Arcosu im Sulcis, sowie in den unbewohnten Bergregionen, wo er sich ungestört vermehren soll.

Sehr verbreitet sind auch Füchse, Wildkatzen, Wiesel, Hasen und Wildkaninchen, letztere sind mit dem Wildschwein begehrte Beute der sardischen Jäger.

 

Auf Sardinien leben ca. 4 Millionen Schafe, schon allein wegen der Milch für den Pecorino sardo, ist es das wichtigste Haustier der Sarden. Weitere Nutztiere sind Ziegen, Schweine, Rinder, Esel und Pferde.

 

 Mit Zunahme des Reitsports und der Pferderennen bemühen sich viele Züchter um die anglo-arabisch-sardische Rasse, die eine stets wachsende Nachfrage verzeichnet. Einzigartig und nur auf Sardinien heimisch sind zwei ganz spezielle Tierarten, die kleinen weissen Esel auf der Isola Asinara im Nordosten der Insel, sowie die letzten europäischen Wildpferdherden die man nur auf der Hochebene der Giara di Gesturi findet.

 

Auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel sind viele in Europa selten gewordene Vogelarten heimisch. Entlang der Küste kann man Seemöwen, Schwarzkopfmöwen, Königsmöwen, Korallenmöwen, Kormorane sowie Zwerg- und Seeschwalben finden. In den geschützten Küstengebieten des Sulcis nisten die Eleonorenfalken, benannt nach der sardischen Richterin Elonora d’Arborea. In den Bergen kreisen einige wenige Exemplare der großen Greifvögel, wie z.b. Adler, Falken und Bussarde, im Nordwesten der Insel, in der Gegend zwischen Alghero und Bosa leben die noch letzen Gänsegeier Italiens.

 

Viele Urlauber sind überrascht auf Sardinien Flamingos anzutreffen, vermutet man Sie doch in Afrika. Doch die Zugvögel haben auf dem Weg zu Ihren Überwinterungsplätzen auf dem schwarzen Kontinent schon immer ein Teil des Jahres auf der Insel verbracht, erst seit einigen Jahren leben und nisten die „Gent’arrubia, die Roten Leute, wie Sie von den Sarden genannt werden, dauerhaft in den Lagunen bei Oristano und Cagliari. In den Feuchtgebieten leben  weitere seltene Wasser- und Zugvögel wie die Ruder- und die Kolbenente, verschiedene Möwenarten, Reiher, Kormorane,  das Sultanshun sowie der Fischadler.

 

Viele Singvögel, Fasane und Rebhühner, Turteltauben, Schnepfen und Drosseln sind leider zur Jagdsaison im Herbst beliebte Zielobjekte der sardischen Jäger.

 

An der Westküste hat der Tunfischfang eine reiche Tradition, mit einer einst blühenden Industrie, so auch auf der kleinen Insel San Pietro, wo jährlich immer noch der Giro-Tonno ausgetragen wird.  Doch inzwischen ist der Thunfisch auch fast ausgerottet, nur noch bei Stintino im Nordwesten und Portoscuso an der Südwestküste findet man noch wenige Thunfischfangstellen.

 

Langusten und Garnelen gibt es auch, wobei die „Gamberoni“ kleiner sind als Ihre südamerikanischen Artgenossen aus Argentinien.

Die mächtigen Bue Marino (Mönchsrobben) die früher Ihre Jungen in den Höhlen und Grotten am Golf von Orosei bekamen und dort auch beheimatet waren, sind in den letzten Jahren leider endgütig verschwunden. Die einzige Robbenart im Mittelmeer die vom Aussterben bedroht ist, findet man jetzt nur noch in Griechenland und Mauretanien.

Bei den Süsswasserfischen ist nur die Trota (Forelle) zu nennen. In den Lagunen „Stagni“, in denen besonders Meeräschen und Aale laichen, findet man auch viele Kleinstlebewesen wie Krebse und Weichtiere, die den Flamingos als Nahrung dienen.

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